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Brohl-Lützing

Brohl am Rhein - Ansicht vom Eselspfad auf dem Weg hinauf zum Dicktberg (Foto: Doris Antony WKIMEDIA) >>> zum Vergrößern auf das Bild klicken


Dorfplatz Brohl-LuetzingDie Ortsgemeinde Brohl-Lützing gehört zur Verbandsgemeinde Bad Breisig im Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz. Sie entstand am
7. November 1970 durch den Zusammenschluss der bis dahin eigenständigen Gemeinden Brohl (Kreis Ahrweiler) und Niederlützingen (ex. Kreis Mayen). Der Doppelort ist heute Heimat von rund 2.800 Bürgerinnen und Bürgern.


Im Bürgerhaus am Brohler Dorfplatz
residiert die Ortsbürgermeisterin des Doppelortes
(Foto: Ulrich Siewers PR)

Heimatfeste, also Kirmes, Schützenfest, ja selbst den Karneval, feiert man weitgehend getrennt. Den schwebenden Konflikt zwischen den Brohler "Jässe" (Ziegen) und den Lützinger "Köh" (Kühen) symbolisieren die Figuren am Brunnen vor dem Rathaus, den der bekannte Bildhauer Johannes Netz geschaffen hat.

Der Brunnen auf dem Brohler Dorfplatz (Foto: Ulrich Siewers PR)

Die Katze mit dem typischen Buckel und der kläffende Hund zu ihren Füßen verstärken das Sinnbild des (halbherzigen) Konflikts in Form von Brunnenfiguren aus heimischem Basalt.


Brohl Bahnanlagen

Der Hafenort am Rhein ist das "Tor zum Brohltal" (Foto: Ulrich Siewers PR)

In einem breiten Auslauf - historisch eine Sumpfniederung - ergießt sich der Brohlbach in den Rhein. Beiderseits der Mündung des Brohlbachs liegt Brohl (keltisch Brule) Einen Hinweis auf die eisenzeitliche (keltische) Besiedlung liefern gut erhaltene Flucht- und Schutzwälle auf den Anhöhen oberhalb des Ortes >>> mehr

Brohl Eisenzeitliche Wallanlage





Graben und Erdwall einer eisenzeitlichen Wehranlage
im Rheinecker Wald oberhalb von Brohl

(Foto: Ulrich Siewers PR)


Die erste urkundliche Erwähnung von Brohl stammt aus dem Jahre 1252, als dem Templerhof in Niederbreisig Güter in Brohl überlassen wurden. Weitere Schenkungen in Brohl sind in den Jahren 1283 und 1284 genannt. Seit dem 11. Jahrhundert war auf der "Burg und Veste Brohl" ein einheimisches Rittergeschlecht sesshaft. Die Burg dürfte von Vocoldus de Brule im Jahre 1089 gegründet worden sein. Einer seiner Nachkommen, Sigfrid von Brule, schenkte dem Kloster Marienstatt im Jahre 1289 einige Güter in Roes. Zu Beginn des 14. Jahrhunderts scheint das Geschlecht jedoch in der männlichen Linie ausgestorben zu sein. Deshalb fiel der Besitz an den Erzbischof Balduin von Trier, der ihn an den Pfalzgrafen zu Rhein Rudolf, Herzog von Bayern vergab. Nachdem auch diese adelige Familie ausgestorben war, fiel der Besitz an die von Metternich zu Sommersberg, die ab 1449 als Grafen Metternich zu Brohl in den Annalen erschienen. Ihnen folgten noch zahlreiche weitere Besitzer >>> mehr

Am 31. Januar 1746 wurde Brohl von der Landgemeinde Breisig getrennt - "von Breysich abgesöndert und separiert" - und erhielt eine eigene Verwaltung.

Schloss Brohleck

Über den Zugang zum Brohltal wacht Schloss Brohleck am Hang des
Fuggersberges
(Foto: Ulrich Siewers PR)


Brohl Hafen 1863

Ankerplatz in Brohl 1863 (Foto: Repro Ulrich Siewers PR)

Die Bucht nördlich der Brohlbachmündung erlaubte der Rheinschiffahrt von je her eine Ankermöglichkeit. Sie lag unmittelbar am Treidelweg und der wichtigen Handelsstraße von Mainz nach Köln. Bereits in der Römerzeit wurden am Brohler Rheinufer vulkanisches Gestein aus dem Brohltal auf Schiffe verladen, sofern der Wasserstand und die jeweiligen Strömungsverhältnisse es gestatteten.

In den Jahren 1868/69 wurde der Naturhafen nahe des Brohler Ortsteils Nippes ausgebaut, um die Rohstoffe aus dem Brohltal ganzjährig verladen zu können. Schon bald lagerten am neu entstandenen Hafenbecken Trass, Tuff-, Lava- und Basaltgestein. In Hafennähe siedelten vorwiegend Trass- und Steinhändler, Steinmetze, Pferdefuhrunternehmer, Stellmacher, Treidler und Verladearbeiter mit ihren Familien. Um die Jahrhundertwende erlebte der Hafenort seine erste Blüte. Von der einst prosperierenden Fischerei in Brohl berichtet der Brohler Kulturverein >>> mehr

Nachdem die kleinen Treidelschiffe mit ihrer geringen Ladekapazität von den größeren Dampfschiffen abgelöst worden waren, benötigte die Schifffahrt dringend bessere Verlademöglichkeiten. Außerdem brauchte man zusätzlichen Platz, um den Schiffen im Winter bei Eisgang einen sicheren Ankerplatz zu garantieren. Zu diesem Zweck wurde die Fahrrinne ausgebaggert und das so gewonnene Material zum Bau eines Hafendammes verwendet. 


Dampfschiffe und Lastkähne suchen im Winter 1929 im Brohler Hafen
Schutz vor dem Eisgang
(Foto: Repro Ulrich Siewers PR)

Im Jahr 1901 wurde der Hafen an die neu entstandene Brohltal-Eisenbahn angeschlossen. Dadurch erhöhte sich der Warenumschlag um ein Vielfaches. Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte der Hafen nochmals eine Blüte. In dieser Zeit wurden Kräne und Verladeanlagen gebaut. Schiffe aus Deutschland, den Niederlanden und Belgien machten im Brohler Hafen fest. Der Handel und die Gastronomie im Hafenort erlebten einen nie gekannten Aufschwung. Auch der "Brohler Mineralbrunnen" investierte in eine moderne Verladeeinrichtung. Eine moderne, brunneneigene Flotte übernahm den regelmäßigen Mineralwassertransport zwischen Brohl und Duisburg.

Dem Ausbau der Bundesstraße B 9 (ehem. Provinzialstraße) fielen in den 1960-er Jahren etliche Gebäude in Rheinufernähe zum Opfer. Der (zu Andernach gehörende) Nachbarort Fornich wurde komplett abgerissen.Dadurch veränderte sich das Umfeld des Brohler Hafens und das Ortsbild erheblich.


Die Provinzialstraße in Fornich um 1900 (Repro: Ulrich Siewers)

Ab den 1970-er Jahren ging auch der Hafenumschlag drastisch zurück. Die Steinbrüche und Abbaugruben des Brohltals waren weitgehend ausgebeutet und der der Transport per Lkw erwies sich gegenüber der Bahn als der wirtschaftlichere.

Ab den 1990-er Jahren beschränkte sich das Transportaufkommen der Brohltalbahn lediglich auf Phonolith aus dem Steinbruch bei Brenk. Im April 1995 wurde schließlich der Phonolithumschlag nach dem „Schüttprinzip" im Brohler Hafen behördlicherseits aus Umweltschutzgründen stillgelegt.

Heute werden die Verladeanlagen kaum noch genutzt. Die Mineralwasserverladung und der -tranport per Schiff ist seit einigen Jahren eingestellt. Der Hafen dient nun überwiegend als Betriebsstandort des Wasser- und Schifffahrtsamtes und als Freizeithafen.

Brohl am Rhein

Zwischen dem Rheinstrom und den steilen Schieferhängen des Eifelgebirges liegt der Hafenort Brohl unmittelbar an der Bundesstraße B9 und der Schienenmagistrale Köln - Mainz

(Foto: Ulrich Siewers PR)


In Brohl am Rhein haben Industrie und Handwerk eine lange Tradition. Bereits im Mittelalter gab es eine Kupferhütte, die das in der Grube am Brohler Eiberg verarbeitete. Da sich die Kupfererzvorkommen als nicht besonders ergiebig erwiesen, wurde der Betrieb schon bald wiedereingestellt.

Im Jahre 1792 gündete Pieter Jacob van der Muelen aus Utrecht am Brohlbach eine Papiermühle, die in wenigen Jahren eine der größten ihrer Art im Rheinland wurde
>>> mehr


Papierfabrik am Brohlbach um 1900 (Repro: Ulrich Siewers PR)

Im Jahre 1919 erwarb der Kreuzauer Papierfabrikant Josef Boltersdorf die Papierfabrik, die später unter dem Namen Brohl Wellpappe internationales Ansehen erwarb. Im Jahr 1996 wurde es für die Produktion im engen Tal des Brohlbachs zu eng. Seitdem produziert der lange Zeit wichtigste Arbeitgeber des Rheinortes am Standort Mayen >>> mehr

Das international renommierte Maschinenbauunternehmen Bröhl, die Brohler Metallgießerei und die auf den Bau von Lager- und Druckbehältern aus Edelstahl spezialisierte Firma J.B. Michiels sorgen seit vielen Jahren für sichere Arbeitsplätze. Seit einiger Zeit ist auch ein auf Umweltschutz spezialisiertes Unternehmen im Ort angesiedelt.

Größter Arbeitgeber am Ort ist heute der Mineralbrunnenbetrieb „Brohler Mineralbrunnen". Seit 1909 existiert das Familienunternehmen mit rund 100 Mitarbeitern. Täglich werden "beim Brohler"  bis zu 1 Million Flaschen abgefüllt – gespeist aus den sechs Brohler Mineralquellen.

Auch der "Tönissteiner Mineralbrunnen" hat seinen Firmenstammsitz in Brohl, auch  wenn sich der Abfüllbetrieb im Bereich der Stadt Andernach befindet.


Weit über die Region bekannt ist der "Vulkan-Express". Auf der knapp 20 Kilometer langen Schmalspurstrecke der Brohltalbahn wird heute noch zwei- bis dreimal die Woche Phonolith (von einem Steinbruch in der Vulkaneifel zum Hafen Brohl) transportiert. Wesentlich häufiger aber befördert der „Vulkan-Express“ in der Saison Touristen durch diesen Teil der Osteifel.

Einen Videofilm zu diesem Themenbereich hat das Südwest-Fernsehen erstellt und ausgestrahlt >>> zum Video

Brohl Pfarrkirche






Mittelpunkt von Brohl ist die im Jahre 1891 feierlich eingeweihte neugotische katholische Pfarrkirche "St. Johannes der Täufer“

(Foto: Ulrich Siewers PR)

Brohl Rheinanlagen

Unmittelbar neben der vielbefahrenen Bundesstraße B 9 liegt seit dem Frühjahr 2004 der Aalschokker „Katharina“ als Denkmal der Rheinfischerei in den Wiesen des Brohler Rheinufers
(Foto: Ulrich Siewers PR)


mehr zur Geschichte der Brohler Berufsfischerei finden Sie >>> hier

Brohl Meilenstein

Preußischer Meilenstein in der Artilleriestraße (frühere Provinzialstraße)

(Foto: Ulrich Siewers PR)


Die Provinzialstraße mit der Hafenbucht von  Brohl im Jahre 1819
(Repro: Ulrich Siewers PR)


Niederluetzingen













Niederlützingen ist ein beliebter Ort zum Wohnen (Foto: Ulrich Siewers PR)

Niederlützingen ist der auf der Rheinhöhe liegende Ortsteil der Gemeinde Brohl-Lützing. Das ursprünglich durch Landwirtschaft geprägte Dorf ist heute ein beliebter Wohnort, besonders bei jungen Familien.

Streuobstwiesen

Rund um den Ort laden Streuobstwiesen zum Spaziergang ein

(Foto: Ulrich Siewers PR)


In einigen hochmittelalterlichen Schriftstücken und Urkunden taucht der Name eines Adelsgeschlechtes auf, das längst ausgestorben ist. 1164 wird ein "Reimar von Lützingen" als erster Vertreter dieses Rittergeschlechts erwähnt. Im Jahre 1301 ernannte Beatrix Fürstäbtissin von Essen den Ritter "Lambertus von Lützingen" zum Stiftsamtmann und Schultheiß über das Breisiger Ländchen. Lambert hatte die Aufgabe, das Breisiger Ländchen im Namen der Fürstäbtissin zu verwalten. Er war oberster Beamter, Bürgermeister und Richter in dem Territorium, zu dem damals die Ortschaften Oberbreisig, Niederbreisig, Gönnersdorf, Niederlützingen, Oberlützingen, Brohl und Tal-Rheineck gehörten.


Niederluetzingen Kapelle
Im 16. Jahrhundert diente die kleine Kapelle im Lammental zunächst der katholischen und später der protestantischen Minderheit der Niederlützinger Bürger als Ort der Zusammenkunft und des Gebetes >>> mehr

Alljährlich finden im Mai Marienwallfahrten der Brohl-Lützinger Kirchengemeinden zum "Huh Heiligenhäusche", wie die Kapelle im Volksmund genannt wird, statt.


Marienkapelle im Lammental
(Foto: Ulrich Siewers PR)I



Arbeiter in der Niederlützinger Basaltgrube "auf der Kapp" um 1920
(Repro: Ulrich Siewers PR)

Bis ins 20. Jahrhundert waren viele Niederlützinger hauptberuflich in der Landwirtschaft tätig. Da die Familien groß und der Ertrag aus der Landwirtschaft oft nicht zum Leben reichte, arbeiteten viele Männer in den Trassgruben oder in den Steinbrüchen der Umgebung >>> mehr


Eifel-Toskana

Kein Bild aus der Toskana - Streuobstwiesen zwischen Nieder- und Oberlützingen (Foto: Ulrich Siewers PR)

VinxtbachtalblickEs gibt kaum einen besseren Aussichtspunkt auf die Rheinhöhen und die Höhenlagen der Osteifel als den Leitenkopf und den Steinbergskopf (ehemalige Kreismülldeponie)

Die Aussichten von der Niederlützinger Höhe über das Vinxtbachtal auf die Eifelhöhen sind immer wieder ein besonderes Landschaftserlebnis

(Foto: Ulrich Siewers PR)


Tourist-Information Bad Breisig
Bad Breisig Tourismus- &
Wirtschaftsförderungs GmbH
Koblenzer Str. 39 (im Kurpark)          
53498 Bad Breisig

fon +49 (0)26 33 45 63-0 oder (0)26 33 194 33
fax + 49 (0)26 33 45 63 50
e-mail tourist-info@bad-breisig.de

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag 
von 9.00 bis 17.30 Uhr (durchgehend)
Samstag und Sonntag
von 10.00 bis 13.30 Uhr 
(nur von Ostern bis Oktober)

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