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Treis-Karden

Blick über Karden auf Treis mit der Moselbrücke
(Foto: Gerolsteiner91 WIKIMEDIA)

Wo sich die Wasser des Flaumbaches und des Dünnbaches aus dem Hunsrück mit den Fluten der Mosel vereinigen, erstreckt sich der alte Ort Treis. Eine Brücke verbindet ihn mit dem am linken Moselufer gegenüber liegenden Karden. Seit 1969 sind beide bis dahin selbständigen Orte miteinander zur Ortsgemeinde Treis-Karden vereint.


Martberg Tempel

Rekonstruktion des Lenus-Mars-Tempels auf dem Martberg
(Foto: Urich Siewers PR)

Der Siedlung Karden (Vicus cardena) am Moselufer hatte bereits in der Blütezeit der keltischen Kultur vor der Zeitenwende eine große Bedeutung. Besonders die Herstellung von Opfergaben für den Lenus-Mars-Kult auf dem Martberg wird durch den Fund von zahlreichen Töpferöfen des 1. bis 4. Jahrhunderts im ehemaligen Töpfereiviertel im Südwesten Kardens dokumentiert.

Korbischhaus KardenBereits im 4. Jahrhundert soll der Heilige Castor in Karden  eine christliche Gemeinschaft gegründet haben. Seit dem Mittelalter wurde die Geschichte des Ortes vom bis zum Jahre 1802 bestehenden Kollegiatstift bestimmt. Karden war Zentrum eines Archidiakonats. Der Propst des Stiftes war in Personalunion einer der fünf Archidiakone (Chorbischöfe) des Erzbistums Trier >>> mehr



Wohnhaus des Chorbischofs, genannt Korbisch-Haus (Foto: Ulrich Siewers PR)


Seit der Karolingerzeit gehörte Treis (Trigorium) zum Mayengau wurde von Grafen ausgeübt, die gleichzeitig oberster Richter und Heeresführer waren. Dieser mächtige Herrschaftsbezirk grenzte an den Trechirgau (Hunsrückgau), dessen Bedeutung in der Geschichte allerdings relativ unbedeutend war.

Der Moselort Treis besitzt gleich zwei Burgen, woraus auf die Wichtigkeit des Ortes im Mittelalter geschlossen werden darf. Um sich die hohen Wegzölle am Mittelrhein zu ersparen, nahmen viele Kaufleute aus Süddeutschland, dem Frankfurter Raum oder Mainz lieber den beschwerlichen Weg über den Hunsrück auf sich. Am Moselufer in Treis wurden die Waren auf Schiffe umgeladen. Für die jeweiligen Burgherren bedeutete die Abgaben und Mauteinnahmen Reichtum und Macht. Für die um die Einnahmen gebrachten Rheingrafen war dies umso ärgerlicher. Das entgangene Geschäft machte den Moselort für sie sehr begehrlich. Daher kam es in Treis immer wieder zu heftigen Auseinandersetzungen. Mal gehörte der Moselort den Pfalzgrafen, mal den Grafen von Virneburg, später den Grafen von Sponheim und schließlich, um eine endgültige Lösung zu schaffen, zu Kurtrier.


Burg TreisDie Treisburg, heute Burgruine Treis, lag strategisch günstiger, hart an den abfallenden Hängen zu Dünnbach und Flaumbach, mit Blick auf den Ort. Die Wehranlage wurde vermutlich in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts durch Otto von Rheineck errichtet. Nach Jahrzehnten der Auseinandersetzungen um das Pfalzgrafenamt und die damit verbundenen Rechte wurde die Burg schließlich im 12. Jahrhundert durch die Truppen des Trierer Erzbischofs belagert und eingenommen. Von da an stand sie unter dem Einfluss von Kurtrier. Nach ihrer Zerstörung durch französische Truppen  im Pfälzischen Erbfolgekrieg (1689) wurde sie nicht wieder aufgebaut.

Der Bergfried der Burgruine Treis
(Foto: Ulrich Siewers PR)

Das heutige Erscheinungsbild der Ruine wird dominiert von dem mächtigen quadratischen Bergfried. Im Zuge einer Restaurierung wurde er wieder um eine Etage erhöht wurde und bekam ein Dach. Daneben sind noch Reste weiterer Gebäude und der Ringmauer erhalten. Die nicht bewirtschaftete Burg ist als offene Ruine jederzeit frei zugänglich. Der Turm kann bestiegen werden. Von oben eröffnet sich eine fantastische Sicht auf den Ort und das Moseltal.


Treis-Karden Wildburg

Der Turm der Treisburg und die Wildburg liegen nur 200 Meter auseinander (Foto: Ulrich Siewers PR)

Die zweite Treiser Burg, die Wildburg, wurde  im 13 oder 14. Jahrhundert erbaut, wohl aus berechtigter Sorge um die Rückendeckung der Burg Treis. Diese hatte die Aufgabe, die Straßen in den Tälern zu bewachen und den Anmarschweg auf die Höhe zu sichern. Im Jahre 1689 wurde die Anlage im Pfälzischen Erbfolgekrieg ebenso wie die benachbarte Treisburg von französischen Truppen zerstört. Da sie zu diesem Zeitpunkt nicht mehr von strategischer Bedeutung war, wurde auch sie nicht wieder aufgebaut.

In den 1950-er Jahren wurde sie von einem Privatmann gekauft und wieder hergerichtet. Die Wildburg ist seitdem im Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden.

Unterhalb der Wildburg liegt die romantische Wildburgmühle, die schon in mittelalterlichen Urkunden erwähnt wird.


Treis-Karden

Blick vom Martberg über das Moseltal auf Treis und die Hunsrückhöhen
(Foto: heckedotz WIKIMEDIA)

Treis PfarrkircheObwohl Treis durch alliierte Bombardierungen im Jahre 1945 erhebliche Schäden erlitt, prägen noch viele schöne Fachwerkhäuser des 16. bis 18. Jahrhunderts und Wohnhäuser in der typischen Bruchstein-Bauweise das Ortsbild. Die kath. Pfarrkirche St. Johannes der Täufer wurde 1824–1832 vom königlich-preußischen Baumeister Johann Claudius von Lassaulx im damals üblichen neugotischen Stil erbaut.


Die Pfarrkirche St. Johannes der Täufer in Treis
(Foto:Armin Kübelbeck WIKIMEDIA)

Treis-Karden ist ein anerkannter Fremdenverkehrsort mit zahlreichen Übernachtungsmöglichkeiten und Feriendomizien. Unter Campern und "Süßwassermatrosen" ist Treis-Karden eine angesagte Adresse. In einem Altarm der Mosel am Pommerner Werth gibt es eine große Marina mit Bootshaus und einen Campingplatz mit Stellflächen für Wohnmobile. Treis-Karden Spiel- und Spaßbad (Treis), Minigolf in gepflegten Moselanlagen, Tennis, Angeln, Wandern, Radfahren und Schiffsausflüge auf der Mosel sind Urlaubserlebnisse für die ganze Familie.

Im DB-Bahnhof von Karden halten regelmäßig  Regional-Express-Züge der Linie 1 von Koblenz nach Saarbrücken.


Tourist-Information Ferienland Treis-Karden
St. Castor-Str. 87
56253 Treis-Karden
(im Bahnhof Ortsteil Karden)

fon +49 (0) 26 72  915 77 00
fax +49 (0) 26 72  915 76 96
mail to  info@ferienland-treis-karden.de

mehr Informationen gibt es >>> hier