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Burg RheineckHoch über der Einmündung des Vinxtbaches in den Rhein thront die Burg Rheineck auf einem hohen Schieferfelsen. Durch ihre Lage am Vinxtbach kann sie sich rühmen, an einem geschichtlich sehr denkwürdigen Orte zu stehen. Denn der Vinxtbach trennte bereits zur Römerzeit die römischen Provinzen Ober- und Unter- germanien und später die Moselfranken und die ripuarisch-rheinischen Franken. Im Mittelalter begegneten sich zudem an dieser Stelle die Machtinteressen von Kurtrier und Kurköln.


Burg Rheineck - ein wichtiger Grenzposten am Rhein -
vor der grünen Kulisse des rechtsrheinischen Westerwaldes
(Foto: Ulrich Siewers PR)


Im 11. Jahrhundert, nach diversen Machtquerelen, wurde die Burg erbaut. Heinrich II. und seine Frau Adelheid, die Stifter des Klosters Maria Laach, residierten auf der stattlichen Feste hoch über dem Rheintal. Bereits im Jahr 1151 wurde sie auf Befehl des deutschen Kaisers Friederich I. "Barbarossa" schon wieder zerstört. Aufgrund ihrer strategisch günstigen Lage wurde die Burg vom Erzstift Köln allerdings schon bald wieder neu errichtet.

Nachdem die napoleonischen Truppen das Rheinland am Ende des 18. Jahrhunderts erobert hatten, wurde der Adelssitz in Rheineck meistbietend versteigert. Viel Freude hatten die neuen Besitzer nicht, denn ein Feuer zerstörte die Burg, die anschließend dem Verfall preigegeben wurde. 1832 erwarb der Bonner Universitätsprofessor und spätere preußische Kultusminister Moritz August von Bethmann-Hollweg 1832 die Ruine. Er ließ sie durch den bekannten Architekten Johann Claudius von Lassaulx auf dem alten Grundriss unter der Verwendung alter Bausubstanz wieder neu errichten.


Seit über 200 Jahren zählt Rheineck zu den von Malern und Zeichnern meistbeachteten Burgen am Rhein >>> mehr

Burg Rheineck 1847

Burg Rheineck 1847

(Bild: WIKIMEDIA)

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Aus dem Mittelalter sind noch Teile der Ringmauern erhalten, der gewaltige Bergfried mit seinem quadratischen Grundriss sowie das Tor über dem Einfahrtsweg. In den 1950-er Jahren galt Rheineck als touristische Attraktion. Dazu gehörte auch eine Fahrt mit dem Sessellift zum Gipfel des Burgbergs und eine Besichtigung der Burg.

Damit war ab 1975 Schluss. Burg Rheineck ist seitdem Privatbesitz und kann nicht mehr besichtigt werden.